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Michael kurz nach seinem Zuckerschock

Trotz einer Diabeteserkrankung kann man ein gutes und erfülltes Leben führen, aber durch einen „Zucker-Schock“ kann sich alles binnen Minuten verändern, was vorher so selbstverständlich war.

Der Klagenfurter Michael ist 32 Jahre alt und hat viel um die Ohren: er richtet mit seiner Freundin gerade ein Häuschen her, um mit der gemeinsamen Tochter Leni (5) dort einzuziehen. Am Abend besucht er einen WIFI-Lehrgang, für einen Aufstieg in der Firma. Er lernt nachts und arbeitet am Tag.

Bei der Prüfung passiert es dann:

„Es ging wahnsinnig schnell. Ich war so aufgeregt, dass ich nicht schlafen konnte und schwitzte sehr“, schildert Michael die Ereignisse. Während des schriftlichen Tests klappt er dann zusammen. Ein Insulinschock, der ihn mehrere Stunden in ein Koma versetzt, aus dem er fast blind erwacht. „Es dauert ein paar Tage, bis ich realisierte, was mir der Arzt über die Netzhautablösung erklärte. Meine Freundin begriff das eher, sie weinte viel. Leni hielt meine Hand. Ohne sie wäre ich lieber gar nicht mehr da.“

Ich wollte niemanden um mich haben, war sehr depressiv. Ich kann meine Arbeit nicht mehr ausüben, die Anträge auf eine Umschulung in Linz laufen noch. Ich war noch nie in meinem Leben so hilflos. Ich brauchte Hilfe – das sah ich ein. Eine Beraterin vom Sozialministeriumservice verwies mich an den Blindenverband. Beim Erstgespräch dort schöpfte ich Hoffnung, wie es weitergehen kann und was ich dafür brauche.

Mobilitätstraining

Damit Michael selbstständig wichtige Wege zu einer neuen Arbeitsstelle, aber auch zum Kindergarten seiner Tochter, zum Arzt oder dem Geschäft bewältigen kann, muss er diese in einem intensiven Training neu lernen. Es braucht viele Stunden, in denen er mit dem Langstock üben wird. Zig Mal wird er dabei fast verzweifeln, bis es schließlich klappt. Dieses Training ist sehr teuer, eine Stunde kostet 80 €!

Michael hat im Hilfsmittelshop eine umfangreiche Beratung gemacht und wir halfen ihm bei den Anträgen. Sarah begleitete ihn und war fasziniert von der Technik, die es inzwischen für Blinde gibt. Es ist kaum zu verkraften, wenn ein junger Mann sein Augenlicht verliert. Daher habe ich ihn und seine Freundin an unsere Psychologin empfohlen. Wir unterstützen diese Beratungen durch Ihre Spende, weil wir dieses Angebot für sehr wichtig halten.

(Obmann BSVK Willibald Kavalirek)

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