Was geschieht mit Ihrer Spende ?

Wir helfen ausschließlich in Kärnten und wissen, dass Ihre Spende bei den Betroffenen ankommt. Wir leisten Soforthilfe und unterstützen langfristig teure Anschaffungen, wie etwa Blindenhunde oder Computerlesesysteme. Ihr Geld wird auch verwendet, um unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter mit dem Auto in ganz Kärnten zu unseren Mitgliedern zu Hausbesuchen zu fahren. Wir unterstützen Sport- und Freizeitangebote und geben Zuschüsse für Erholungsreisen. Ihr Geld kommt GENAU DA AN, WO ES GEBRAUCHT WIRD! Dafür garantieren wir.

Helfen Sie jetzt!

Norbert Frühstück (78) aus St. Veit ist seit 47 Jahren blind. Der begeisterte Turner und Bergsteiger musste sich nach einem schweren Autounfall seinen Weg durchs Leben neu erkämpfen. Er schildert was es heißt plötzlich vollkommen blind zu sein und dennoch nicht aufzugeben, sondern bis an seine Grenzen zu gehen.

Als Schulkind schon ein Halterbub, brachte Norbert eine gewaltige Kondition mit. Nach einer Tischlerlehre machte er das Examen zum Turnlehrer, heiratete eine sehr sportliche Frau und begann den Hausbau. Zwei süße Mädchen machten das Glück komplett. Bis zum 19. Dezember 1970:

Von einer Bergtour zurückgekehrt, fiel er im Auto in Sekundenschlaf. Als er im Krankenhaus aufwachte, konnte er nur die Hand seiner Frau ertasten, sie sehen konnte er nicht mehr. „Du hast ein Auge verloren, das andere ist völlig verklebt, das Kiefer ist zertrümmert, dein linkes Bein ist viermal gebrochen, dein rechtes achtmal.“ Als der Pfarrer an sein Krankenbett kam, verabschiedete er sich mit knapp 31 bereits vom Leben. Doch es kam anders. Mit eisernem Wille ertrug er die vielen Operationen im Kiefer, seine Beine waren monatelange gegipst. Nur auf Krücken tastete er sich zuerst sechs Schritte vorwärts und sechs zurück. Und das alles in völliger Dunkelheit. Bald konnte er wieder flotter zu gehen, gab Turnunterricht im Verein und erlernte den Beruf des Masseurs. Er baute mit Hilfe seiner Frau und den kleinen Kindern das Haus fertig. Schon zwei Jahre nach seinem Unfall war er wieder auf einem Gipfel, dem zahllose in Österreich und auf der ganzen Welt folgen sollten. Er kam bis Neuseeland, Bolivien, Marokko und Ostafrika.

„Ich fragte meine Begleiter: Ist da schon der Firn auf den Karawanken? Siehst du einen Schmetterling im Kornfeld? Ich nahm vieles anders wahr und erschuf mit den erlebten Erinnerungen ein neues Abbild der Welt. Ein lebenswertes und schönes. Ich bin dankbar über viele Freunde, die mit mir schwere Touren meisterten. Das ist wie im Leben, man muss sich verlassen können.“

Heute ist der pensionierte Masseur ruhiger geworden, geht zwar noch immer auf kleinere Touren und spielt Ziehharmonika aber lieber hört er mit dem Daisy-Player Hörbücher und lässt sich seine Briefe, oder Zeitungen mit Hilfe eines Vorlesegeräts vorlesen.

„Das ist eine tolle Erfindung, aber nicht ganz billig.“, schmunzelt Norbert Frühstück, während wir mit dem Vorlesegerät seinen eigenen Bergsteiger-Büchern lauschen.

Als Norbert Frühstück uns vor Jahren von der Besteigung des Mount Blanc erzählte, waren wir begeistert. Gott sei Dank konnte er noch den Beruf des Masseurs erlernen und für seine Familie sorgen. Er kommt mit relativ wenigen Hilfsmitteln zurecht, doch ganz ohne wäre sein Leben heute viel weniger erfüllt. Wir konnten ihn beim Kauf beraten und ihm helfen. Leider sind wenige Blinden derart fit und finanziell versorgt. Hier helfen wir durch Ihre Spende.

 

(Obmann BSVK Willibald Kavalirek)