Geschichte

Verbandshaus alte Ansicht aus 1950

Verbandshaus alte Ansicht aus 1950

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten ist seit über 100 Jahren aktiv. Aus der Kärntnerischen Landesblindenanstalt (1901) bildete sich fünf Jahre später der Kärntnerische Landesblindenfürsorgeverein. Im Jahre 1911 wurde nahe dem Krankenhaus in Klagenfurt ein Männerblindenheim erbaut, die Mittel dafür stammten von Gräfin  Franziska Lemisch, die durch ihre wohltätige Stiftung ein Heim für Blinde schuf, die ohne die Möglichkeit einen Beruf auszuüben und damals ohne staatlich Unterstützung, ein sehr tristes Dasein fristeten.

Das heute nach seinem verdienstvollen und langjährigen Obmann August Wurzer (†) benannte Heim war bis 1946 die Heimat des Kärntner Blindenselbsthilfebewegung, die nach dem zweiten Weltkrieg in die Dachorganisation des Österreichischen Blindenverbandes integriert wurde. 1966 erfolgte die Gründung der ersten Behindertenwerkstätte, in der Mitglieder erstmals einen Beruf erlernen und ausüben konnten. Wurzers Nachfolger war in den Jahren 1976 bis 2004 Walter Tiefenbacher, der den Verband in einer sehr schwierigen Situation übernahm und viel für die Blinden in Kärnten erreichte.

2006 feierte der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten sein 60-jähriges Jubiläum. 2009 wurde  der Bau in der Gutenbergstraße völlig neu adaptiert und mit Wohnungen für blinde Mitglieder ausgestattet. 2016 hat der Verband eine hochwertige Festschrift anlässlich seines 70. Geburtstages verfasst. Wenn Sie diese Festschrift auf dem Postweg erhalten möchten, bitten wir Sie um ein Mail an mailto:presse@bv-ktn.at oder einen Anruf unter: 0463/55822