BSVK Kärnten Allgemein

Angelika Gruber

Musikschule Spittal an der Drau Gruppenfoto

Musikschule Spittal an der Drau Gruppenfoto

SOZIALES PROJEKT des Oberkärntner Akkordeonorchesters & Ensembles „BÄRENSTARK“ der Musikschulen Spittal & Obervellach, Leitung und Organisation mit ihrem Klassenmotto „MUSIKAUSBILDUNG mit HERZ“

 

Voneinander lernen, Empathie stärken, eintauchen in ein ganz anderes Leben, Dinge viel klarer sehen, ….

Dies ist nur ein kleiner Teil der Dinge, den/die MusikerInnen durch den Blinden- und Sehbehinderten-Verband, Obmann Willibald Kavalirek und Jugendreferentin Michelle Struckl, sowie durch das Therapiehunde-Team Kärnten, Leitung Cornelia Lorenz am Samstag, 14. April 2018 in den Räumlichkeiten der Musikschule Spittal erfahren durften.Vom „nur“ Zuhören lernt man nicht so viel wie vom zusätzlichen aktiven Erfahren.

Deshalb hat Angelika Gruber, die Leiterin der Musikklasse, die seit mehr als 11 Jahren integrativ geführt wird und in der Schüler im Alter von 6 bis 76 Jahren unterrichtet werden, Stationen zum Thema „Blind- und Sehbehindert“, aber auch zur Arbeit mit den Therapiehunden, vorbereitet.

So wurde im 1. Teil der Veranstaltung mit Tunnelblickbrillen, 10% Sehleistungsbrillen und Schlafbrillen eine Sehschwäche bzw. Vollblindheit nachgestellt. Dadurch konnten alle erfahren, wie sehr man sich auf sich selber konzentrieren, sich wahrnehmen und sich voller Vertrauen auf andere einlassen muss, aber auch wie sehr man auf Hilfe angewiesen ist.

Es war sehr ungewohnt für alle, blind Kleidungsstücke aus dem Wäschekorb zu suchen, mit einer Tunnelblickbrille seinen Vor- und Nachnamen zu schreiben, mit einer 10% Sehleistungsbrille Spiele zu spielen, Geldmünzen zu erkennen, Wasser einzuschenken oder mit dem Blindenstock über einen Parcours zu gehen.

Im 2. Teil bekamen die Schüler einen Einblick, wie man mit Hunden umgehen muss, wie viel Arbeit dahintersteckt, einen Hund zum Therapiehund oder Blindenhund auszubilden, wie viel Geld so ein Hund kostet, … und wie und wo die Hunde therapeutisch eingesetzt werden. Auch diese Informationen wurden mit Spielen ausprobiert!

Um sich mit diesem sozialen Projekt schon vorher auseinanderzusetzen, wurden von den Schülern Fragen aufgeschrieben. Diese Fragen wurden von den Gästen klar und ausführlich erklärt. Um ein Fazit der Veranstaltung zu erhalten, gab es eine Woche später eine Resümee-Runde, bei der jeder Schüler sein persönliches Highlight des Aktionstages aufschreiben durfte. Ich denke, gerade solche Aktionen sind für das Miteinander und für das Verständnis füreinander, besonders in dieser Zeit, von allergrößter Wichtigkeit.

Wie soll man gemeinsam musizieren, mit gegenseitiger Wertschätzung leben, wenn man keine Rücksicht nimmt, den anderen nicht wahrnimmt, sich nicht zurücknehmen kann, aber auch nie wichtig sein darf? Durch die Vorbereitung des Projektes habe auch ich mich sehr mit dieser Thematik auseinandergesetzt und dadurch liebenswerte Menschen kennengelernt, die ich ohne diese Aktion nie getroffen hätte.

DANKE an alle.